Trainings Philosophie

Mit Pferden aufgewachsen, kann ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Meine Kindheit war geprägt von Natural Horsemanship uns so war es immer klar, dass Mensch und Pferd ein gutes Team sein müssen um erfolgreich zu sein. Ich entwickelte eine Fazinaton für Dressur, für mich war es immer wie Tanzen, Pferd und Reiter im Viereck so leichtfüßig und harmonisch – wie Tanzen eben. Meine Großtante war Prima Ballerina in New York und auch ihr Lehrmeister sagte immer sie solle sich doch die Pferde ansehen, so voll Kraft und doch so elegant mit einer echten Leichtigkeit. Ich verbrachte einige Jahre im Dressursport, mit dem Ehrgeiz einer Jugendlichen und ehrgeizigen Trainern. Es war immer eine Gradwanderung und oft habe ich die Leichtigkeit vergessen und auch das Lachen während des Reitens. Die Jagd nach Schleifen und Pokalen macht einen oft ungeduldig und zu ehrgeizig. 

Dann entdeckte ich Phillipe Karl und Anja Beran – da war sie wieder diese Harmonie und Leichtigkeit selbst bei schwersten Lektionen. Da bekam ich auch zum ersten Mal mit wie offen mit Problempferden gearbeitet wurde und welche Wege es gab auch sie wieder in Harmonie zu bringen. Ich verschlang alle Bücher und DVDs, die ich von ihnen finden konnte. Dann hatte ich die Chance selbst einen Kurs zu reiten bei Anja Beran. Gleich zu Beginn der Stunde wusste ich, das ist es! Es war so motivierend endlich zu fühlen echt zu „Tanzen“. Bis heute bin ich diesem Weg treu geblieben. Aber so wie jeder Mensch ein Individuum ist, so habe auch ich meine eigene Handschrift. Mein ganzes Leben habe ich gelernt mit den Pferden, manchmal schlechte Sachen gesehen, die mich lehrten wie ich es ganz bestimmt nicht machen möchte und auch viele gute Sachen gesehen, die ich in meine ganz eigene Arbeit einfließen lasse. Es gibt immer mehrere Wege die zum Ziel führen, jedes Pferd und jeder Mensch ist anders, es braucht Feingefühl, Offenheit und tiefes Wissen um Harmonie zu erschaffen. Mein wichtigster Punkt ist es aber, meinen Partner Pferd als vollwertiges Teammitglied zu sehen. Genau wie ein Kind nicht nur in die Schule geht und dadurch erfolgreich wird, so hört es bei Lektionenreiten beim Pferd eben auch nicht auf. Um sich zu entfalten brauchen wir einstabiles Umfeld, Liebe, Abwechslung, einen freien Kopf, einen gesunden Körper, gute Ernährung und Motivation – dies gilt immer für Mensch und Pferd gleichermaßen. Ich habe das Glück, dass ich schon immer mit Pferden unter einem Dach leben durfte, ich habe gelernt sie zu lesen, zu spüren, wenn etwas nicht stimmt und sie zu beobachten wie sie miteinander umgehen, wie man ihre Sprache erlernt....So hat sich mein roter Faden entwickelt mit verschiedenen Trainingsmethoden, meiner ganz eigenen Philosophie und Hilfsmitteln, die all das unterstützen und verfeinern. Der Umgang mit den Pferden muss immer individuell und fair sein, der Respekt und das Vertrauen zum Pferd ermöglicht es uns dieses auch von den Pferden zurück zu bekommen. Abwechslung durch Ausritte, Equikinetik, Freiarbeit, Working Equitation, Springgymnastik und Zirkuslektionen gehören auch zu unserer Arbeit und so haben wir Spaß, Vertrauen, Respekt. Da bleiben dann gemeinsame Erfolge nicht lange aus. Kein Pferd wird in unserem Stall einfach aufgegeben, den sie sind alle gleichwertige Familienmitglieder!